Nanook

Kleiner Mann mit großem Herz

von Korinna Gersonde

Nanook war einer der Sopron-Mudis, dort zu einer Zeit geboren und aufgewachsen, als der Mißstand dort etwa kurz vor dem Höhepunkt war. Das heißt, er ging voll in der Masse der weit über 100 Hunden unter, von Sozialisierung oder gesunder Aufzucht konnte in keiner Richtung die Rede sein!

Am 3. Mai 2oo8 zog Nanook bei mir und Lupa (Golden-Retrieverhündin) ein und war am Anfang ein Häufchen Elend: panisch, ängstlich und scheu. Er hatte bis dato rein gar nichts weiter kennengelernt … Es erforderte eine Menge Geduld, Ruhe, Konsequenz und Zeit, um ihn Schritt für Schritt in unser Leben zu integrieren. Lupa trug einen wesentlichen Teil dazu bei, da Nanook sich stark an ihr orientierte und so peu à peu seine Ängste vor Menschen und seiner Umwelt abbauen konnte.

Inzwischen sind sechs Jahre ins Land gezogen und aus Herrn Nanook ist ein fröhlicher und neugieriger Hund mit einigen liebenswerten Macken geworden. Sein Rudel besteht aus Lupa (Golden-Retriever Hündin) und Manni (Golden-Retriever Rüde). Bellen und das Haus bewachen ist außer Mantrailing seine Lieblingsbeschäftigung. Spaziergänge außerhalb seiner Koppel müssen aus seiner Sicht nicht unbedingt sein, aber 2010 begann ich damit, ihn in die Welt des Trailens einzuführen. Wir fingen mit dem Theratrailen an und daraus entwickelte sich eine große Leidenschaft. Es ist immer wieder schön  zu beobachten, wie er in die Nasenwelt eintaucht und voller Eifer versucht, seine Aufgabe gewissenhaft zu erledigen!

Theratrailing – wir werden selbstbewußter!

„Trailen kann unserer Erfahrung nach, therapieunterstützend bei Themenhunden mit unterschiedlichen „Problemen“ angewandt werden. Vor allem unsichere, ängstliche Hunde können über diese Form der Nasenarbeit vorsichtig über positive Verknüpfung lernen und ein gesundes Selbstbewusstsein sowie eine positive Bindung zu ihrem Herrchen/Frauchen aufbauen.“ (Quelle: K9 suchhundezentrum-nord.de)

Heute ist Nanook ein kleiner „Sportmantrailer“, der das freie Trailen in der Kiesgrube, sowie das Indoortrailen im Altenheim, alles natürlich seinen Fähigkeiten entsprechend, liebt. Ängste sind immer noch vorhanden, beherrschen sein Leben aber nicht mehr so stark. Veränderungen werden mittlerweile schneller akzeptiert als vorher.

Er ist ein kleiner Clown und hat, egal wo er auftaucht, schon viele Herzen im Sturm erobert und für so manchen Lacher gesorgt.

Punkt 12:00 Uhr steht er jeden Tag aufgeregt an der Terrassentür, weil er ein Date mit Opa hat. Es handelt sich dabei um einen äußerst wichtigen Termin, denn er leistet ihm beim Mittagessen Gesellschaft. Brav sitzt er neben dem Stuhl und wartet, bis Opa seinen letzten Happen zu sich genommen hat, um dann das ersehnte Stückchen Käse zu inhalieren. Anschließend wird ausgiebig gekuschelt und danach geht es mit lautem Gebell wieder zurück nach Hause.

Er ist ein kleiner, knurriger, witziger O-Beiniger Schatz, den ich nicht mehr missen möchte!


Steckbrief

Name: Nanook
Geboren:  geb. 2004/2005
Hobbys: Mantrailing, Kampfschmusen, bellen, Garten/Koppel bewachen, fressen
wohnt in: Schleswig
bei: Korinna Gersonde


3 Kommentare

  1. Liebe Korinna ,
    Du kannst Dich sicher noch erinnern an Kato. Sie war zusammen mit Deinem Nanook und Gyöngi in einem ungarischen Tierheim.
    Geholt haben wir unsere „Sopronmudis“ bei Almut Jones in Ersingen in Würtemberg.
    Immer wieder habe ich mich im Mudiforum belesen, was es über unsere „S-Klasse “ zu sagen gibt.
    So war ich einfach überzeugt, dass meine Kato absolut der „beste Hund“!!!!! geworden ist. Ich war so glücklich mit diesem unglaublich tollen Hund,–bis er an Weihnachten 2016 krank wurde,– (zusammen mit mir ,–der Tierarzt hielt sie für das größte „Sensibelchen“,das er je gesehen hatte)!
    Kato bekam daraufhin jede mögliche Behandlung in der Tierklinik.
    Zunächst hatte ich noch die Hoffnung, dass Kato wieder ganz gesund werden würde.(obwohl man bei ihr schon einige Organschäden festgestellt hatte.) —
    Es gab dann noch 6 glückliche Wochen. Am Ostersonntag starb Kato in meinen Armen in der Tierklinik.
    Ich wünsche Dir so sehr, dass Du noch viele schöne Jahre mit Nanook verbringen kannst.
    Noch weiß ich nicht, wie ich diesen Verlust verkrafte!—Ich fühle mich sehr elend!
    Sollte ich noch einen Hund nehmen, — dann nur einen Mudi.
    Liebe Grüße von eine traurigen
    Gertrud Jakob

  2. Liebe Gertrud,

    das tut mir unendlich Leid. Ich habe die Drei erlebt, als ich bei Almut Jones war.
    Kato war die Neugierigste und immer vorne weg, dann kam Gyöngi. Herr Nanook
    versteckte sich immer hinter den Damen.
    Herrn Nanook hat seit November 2016 eine Niereninsuffizienz und extremen Zahnstein, den ich versuche mit Zähne putzen in Schacht zu halten. Ein paar Zähnchen mussten gezogen werden. Ihm geht es soweit gut und ich hoffe natürlich das er
    noch sehr lange bei mir bleiben wird.
    Ich weiß wie Du Dich fühlst und wünsche Dir ganz viel Kraft.

    Ganz liebe Grüße Korinna

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